StadtElternRat (StER) der Stadt Halle

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Aktuelles

-  30.08.2013 offener Brief des LandesElternRat Pro Bildung
Der LandesElternRat hat einen offenen Brief an das Kultusministerium verfasst. In diesem fordert der LER zum Umdenken in der Sparpolitik in Bezug auf den Bildungssektor.
Hier der Inhalt des Briefes:
Offener Brief an die Landesregierung und den Landtag von Sachsen-Anhalt

Der Landeselternrat fordert: Kein Raubbau an, sondern dringend Änderungen PRO BILDUNG!!!!
Die Ergebnisse der aktuellen Bertelsmannstudie „Chancenspiegel“ wie auch die eigene Analyse der Bildungsabschlüsse durch den Landeselternrat belegen eindeutig, dass die Schülerinnen und Schüler unseres Landes trotz gleicher Begabungen und Fähigkeiten im bundesweiten Vergleich zu den Bildungsverlierern in Deutschland gehören.
Der Landeselternrat von Sachsen-Anhalt fordert deshalb Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit nach dem verfassungsmäßigen Grundsatz der Gleichbehandlung für alle Schüler unseres Bundeslandes!

Zu Beginn der Schulausbildung unserer Kinder werden noch Spitzenplätze bei den Grundschulvergleichen erzielt (s. IGLU 2012). Dafür gebührt den Grundschullehrern und pädagogischen Kräften im Land Dank und Anerkennung. Und nicht wie geplant, eine dramatische Veränderung in dieser Schulform durch einen beispiellosen Kahlschlag in der Grundschullandschaft im Rahmen der neu beschlossen Schulentwicklungsplanungs-Verordnung!

Und warum schneidet Sachsen-Anhalt dann trotz guter Startbedingungen später bei allen Formen der Schulabschlüsse schlechter ab als im Bundesdurchschnitt? Unsere Kinder sind weder fauler noch dümmer als ihre Altersgenossen in den anderen Bundesländern, trotzdem sinkt das Bildungsniveau in Sachsen Anhalt zu Lasten der Schüler ab, entwickeln sich die Schulabschlusszahlen gegenläufig zu den positiven Trends in der Bundesrepublik:
Die Zahl der Hauptschulabschlüsse stieg um 6%, während diese im Bundestrend sinkt, die Realschulabschlüsse sinken um 9% während sich diese im Bundesdurchschnitt sogar erhöhten.
Der Anteil der SchülerInnen, die ohne einen Abschluss die Schule verlassen, beträgt in Sachsen-Anhalt 12% im Gegensatz zu 6% in Deutschland.
Die Abiturientenquote verharrt mit ca. 37% auf niedrigem Niveau während sie bundesweit kontinuierlich bis auf über 50% gestiegen ist! Die hohen, bundesweit einmaligen Wiederholerquoten und Abgängerquoten ohne Abitur aus der gymnasialen Oberstufe sprechen eine deutliche Sprache und sollten für alle in der Bildung Verantwortlichen Anlass genug sein, die Ursachen für diese negative Bilanz zu untersuchen und die Mängel im System zu beseitigen! Stattdessen wurden die Bedingungen mit der neuen Oberstufenverordnung noch verschärft.

Der Landeselternrat lehnt unter diesen Bedingungen alle Streichungen im Bildungsbereich von der Grundschule bis hin zu den Hochschulen und Universitäten grundsätzlich ab und solidarisiert sich mit den Protesten gegen den geplanten Abbau in der Kultur- und Hochschullandschaft Sachsen-Anhalts!

In den verschiedenen Kulturkreisen der Welt werden Kinder als die Zukunft eines Volkes gesehen. In Sachsen-Anhalt auch, aber hier vor allem als Top 1 beim Sparpotenzial: mit 471 Mio € an den Schulen bzw. gemeinsam mit den 219 Mio € in den Hochschulen und 126 Mio € in den Kindertagesstätten fast einem Drittel des Gesamtsparpotenzials (s.MZ Artikel vom 17.05.2013: Sparpotenzial laut Gutachter für Finanzministerium). Dazu kommen noch angekündigte Einsparungen im sozialen Bereich inklusive Kinder- und Jugendarbeit.

So kann es nicht weitergehen, dieser dramatischen Entwicklung muss dringend entgegengewirkt werden!

Aber nicht mit Kürzen von Lehrerstellen und Einstellungskorridoren für kommende Schuljahre! Nicht mit der Erhöhung von Wochenstundenzahlen bei gleichzeitig steigender „Reisetätigkeit“ von Lehrern, die beim Pendeln zwischen den Schulen mehr Zeit in Bus und Bahn oder im Auto als im Klassenzimmer verbringen.
So kann man nicht die Zahl der eigenen Abiturienten erhöhen, die an Universitäten und Hochschulen in Sachsen-Anhalt studieren bzw. die der Realschüler, die in heimischen Firmen ausgebildet werden, um damit auch dem Fachkräfte-Mangel in der Wirtschaft unseres Landes entgegen zu wirken!

Der Landeselternrat fordert deshalb zum Wohle unserer Kinder und Jugendlichen:
  1. Statt „Statistikschelte“ eine umgehende Analyse der Bildungssituation insbesondere ihrer pädagogischen, organisatorischen und finanziellen Ursachen im Bildungssystem Sachsen-Anhalts!

  2. Keine Streichung von Landesmitteln im Bildungssektor, sondern ein abschlussorientierter und effizienterer Einsatz der vorhandenen und zukünftig sogar zu erhöhenden Etats, um die im OECD-Vergleich eher niedrigen Bildungsausgaben auszubauen!

  3. Grundlegende, zielorientierte Veränderungen im Bildungssystem, die den genannten negativen Trends entgegen- und hinwirken zu einem Bildungssystem, das den Herausforderungen von Wissenschaft und Technik, Inklusion und demographischem Wandel gewachsen ist!

  4. Unterstützung der Befürworter einer Grundgesetzänderung, die endlich auch eine inhaltliche Kooperation von Bund und Ländern erlaubt und damit der bildungspolitischen Kleinstaaterei in Deutschland entgegen wirkt!

  5. Veränderungen im Grundschul-Netz mit Augenmaß durchzuführen, damit es nicht weiter zu einem beispiellosen Tauziehen um Gemeindekinder und unakzeptable Schulwegezeiten von sechs- bis zehnjährigen Kindern kommt. Finanzielle und personelle Probleme des Landes mit der Lehrerschaft dürfen nicht einfach zu Lasten von Kommunen und Gemeinden verlagert werden! Eine sinnvolle Zusammenarbeit zwischen Land, Gemeinden und Kommunen- wie z.B. faire Ausgleichszahlungen für Gastschüler- muss gefordert und gefördert werden.

  6. Dringende Überarbeitung der sachsen-anhaltischen Oberstufenverordnung zur Herstellung bundesweiter
  7. Chancengleichheit und Bildungsgerechtigkeit in folgenden Punkten:
    • Reduzierung der Anzahl der Leistungskurse
    • Übereinstimmung von Unterrichtsniveau und Prüfungsniveau bei den schriftlichen Abiturprüfungen
    • Rücknahme der im Bundesvergleich überzogenen Bedingungen für die Abiturzulassung und zur Berechnung der Abiturdurchschnittsnoten, damit weitere Benachteiligungen bei der Studienzulassung verhindert werden!


Für die Elternvertretungen in unserem Lande haben unsere Kinder und Jugendlichen und deren bestmögliche Lernbedingungen absoluten Vorrang und nicht haushaltspolitischer Poker und Zügigkeitsrichtwerte!

Deshalb fordern wir die Landesregierung und alle Landtagsfraktionen auf, ihre aktuelle und zukünftige Politik endlich PRO BILDUNG, für eine lebenswerte Zukunft in unserem Land Sachsen-Anhalt und eine Wende im Bildungssystem – hin zu mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit zu gestalten!

Magdeburg, 29.08.2013
i.A. Thomas Jaeger
Vorsitzender Landeselternrat des Landes Sachsen-Anhalt
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Neuheit ab 2013: Girls'Day und Boys'Day in Sachsen-Anhalt ab der 5. Klasse

Seit einigen Tagen ist es offiziell: Schüler_innen aller allgemeinbildenden Schulen können ab diesem Jahr erstmals ab der 5. Klassen am neu benannten Girls'Day und Boys'Day in Sachsen-Anhalt teilnehmen. Das sachsen-anhaltische Kultusministerium hat den neuen Runderlass im ersten Schulverwaltungsblatt 2013 veröffentlicht. Der Aktionstag findet in diesem Jahr am 25. April 2013 statt.

Dies bringt vor allem organisatorische Änderungen mit sich. So gibt es auf der Website der Landeskoordination für Sachsen-Anhalt einen neuen Bereich für den Girls'Day und Boys'Day mit Infos zu eingestellten Plätzen auf den beiden Aktionslandkarten sowie den bundesweit gültigen Materialien. Die Landeskoordination empfiehlt ab 2013 die Nutzung der bundesweiten Freistellungsanträge und Teilnahmebestätigungen von Boys'Day und Girls'Day.

Inhaltliche geht es weiterhin darum, dass sich Mädchen einmal Berufe in den Bereichen Technik, Handwerk, Informatik oder Naturwissenschaften ansehen und dort ihre Fähigkeiten und Interessen entdecken und erproben. Für Jungen haben Unternehmen und Einrichtungen vor allem aus den Bereichen Gesundheit, Erziehung, Pflege und Soziales ihre Türen für ein Tagespraktikum geöffnet.

Für Fragen zur Erlassänderung, der Organisation und Durchführung von Angeboten, der Anmeldung von Schüler/Innen und mehr ist die Landeskoordination unter info@berufsidee-lsa.de sowie telefonisch unter 0391/631 05 58 von Montag bis Freitag in der Zeit von 8 bis 12 Uhr und zusätzlich am Mittwoch von 14 bis 16 Uhr bei der Netzwerk- und Servicestelle für geschlechtergerechte Berufsorientierung und Lebenswegplanung in Sachsen-Anhalt erreichbar. Das Projekt wird gefördert aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds durch das Land Sachsen-Anhalt und ist in Trägerschaft des KgKJH Sachsen-Anhalt e.V..
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Mittelfristiger Schulentwicklungsplan der Stadt Halle (Saale) für die Schuljahre 2009/10 bis 2013/14 einschließlich der Fortschreibung für das Schuljahr 2009/10 zumnachlesen.

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