
Bildung ist kein Thema?
Es ist erstaunlich und besorgniserregend zugleich, dass von den neun Oberbürgermeister-Kandidaten nur zwei die Fragen des StadtElternRates beantwortet haben. Hier darf man sich fragen, wie wichtig das Thema Bildung für die Kandidaten tatsächlich ist. Dies könnte darauf hindeuten, dass in ihren Wahlprogrammen Bildung möglicherweise nicht die Priorität hat, die sie haben sollte. Besonders bemerkenswert ist, dass zwei der Kandidaten selbst als Lehrer berufstätig sind und dennoch keine Antworten geliefert haben.
Die Fragen des StadtElternRates sind von großer Bedeutung, da sie die Anliegen und Bedürfnisse der Eltern und Schüler widerspiegeln. Das Nichtbeantworten dieser Fragen könnte Zeichen dafür sein, dass die Kandidaten die Sorgen und Wünsche der Eltern nicht ernst nehmen. Dies ist besonders alarmierend, da Bildung ein zentrales Thema für die Zukunft unserer Kinder und unserer Gesellschaft insgesamt ist.
Es stellt sich die Frage, warum die Kandidaten, insbesondere die Lehrer unter ihnen, nicht auf die Fragen eingegangen sind. Möglicherweise fehlt es an konkreten Konzepten oder Ideen, wie die Bildung in unserer Stadt verbessert werden kann. Oder vielleicht sehen sie andere Themen als wichtiger an und haben daher die Fragen des StadtElternRates vernachlässigt. Es kann jedoch nicht an einem zu hohen Arbeitsaufkommen liegen, da auch anderen Fragen stellenden Organisationen dieselbe Erfahrung machen mussten, wie der Presse zu entnehmen ist. Gleiches gilt auch für Podiumsdiskussionen, in denen die OB-Kandidaten eher durch Abwesenheit als durch innovative Pläne für die Zukunft der Stadt auffallen.
Obwohl die Fragen eine Vielzahl von Themen umfassten, wie Schulbau, Digitalisierung, soziale Teilhabe, Berufsvorbereitung, Mobilität, Mitbestimmung, Schulsozialarbeit und zur aktuellen Schulgesetznovelle, ist es umso bedenklicher, dass hierzu keine Stellung bezogen wurde.
Eltern sollten sich fragen, welche Prioritäten die Kandidaten setzen und wie wichtig ihnen die Bildung unserer Kinder ist. Es ist entscheidend, dass die zukünftigen Oberbürgermeister die Bedeutung der Bildung und der Mitbestimmung der Eltern erkennen und bereit sind, sich aktiv für Verbesserungen in diesem Bereich einzusetzen. Nur so kann sichergestellt werden, dass unsere Kinder die bestmögliche Bildung erhalten und gut auf ihre Zukunft vorbereitet sind.
Der Vorsitzende des StadtElternRates der Stadt Halle hatte am 19.12.2024 im Rahmen des öffentlichen Wahlforums die Fragen des StadtElternRates an die OB-Kandidaten übergeben. Ziel war, einen Einblick zu erhalten, wie sich die einzelnen Kandidaten die zukünftige Bildungspolitik in der Stadt Halle vorstellen, welche Ideen, Visionen und Ziele sie verfolgen. Aber auch, was sie als zukünftiges Stadtoberhaupt anders als bisher in der Bildungslandschaft angehen wollen.
Ein besonderer Höhepunkt ihrer Arbeit ist die Organisation und Durchführung der Schulmesse der weiterführenden Schulen. Diese Messe ermöglicht Eltern und Schülern, sich umfassend über das Angebot der verschiedenen weiterführenden Schulen in Halle zu informieren. Sie ist ein zentraler Anlaufpunkt für Fragen und bietet Unterstützung bei der Wahl der passenden Schule für ihr Kind.
Mit der Ehrenamtskarte erhalten die engagierten Mitglieder des Stadtelternrates Zugang zu verschiedenen kulturellen, sportlichen und Freizeitangeboten in der Stadt. Dies ist ein Zeichen der Wertschätzung und Anerkennung ihrer wertvollen Arbeit, die das Leben vieler Familien in Halle positiv beeinflusst.
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